Nachmittag an der Elbe – (k)ein Stillleben

Allein in der Stille eines Nachmittags ist
alles, was ich höre:

Der Wind in den Bäumen am Ufer.
Ein Flugzeug. Sausen in der Luft,
von rechts nach links über die Elbe hinweg.
Ein Fahrrad, knirschend im Sand hinter mir.
Schiffsmotoren, leise tuckernd.
Eine Grille, Sommersirren zwischen den Sträuchern.
Vögel in scheinbarer Aufregung.
Ein Kind, das ruft von irgendwo: Mehr! Mehr!
Wieder ein Schiff. Größer und dumpfer im Klang.
Der Wind, ganz sacht. Hell und kurz.
Die Straße. Hintergrundrauschen, permanent.
Ein zweites Kind dazu.
Krähen. Flügelschlagen.
Ein Skateboard im Sand.
Ein Blatt vor mir auf dem Weg.
Ein Sportflugzeug und Stimmen in der Ferne.
Knackende Äste.
Wieder die Vögel.
Wieder die Straße.
Noch ein Schiff
und der Wind
und die Bäume am Ufer:

All dies ist
um mich und bleibt,
allein in der Stille eines Nachmittags,
alles, was ich höre.

notiert am 26. 08. 2014

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