Dies Jahr

Es wird noch immer sehr früh dunkel,
obwohl die Tage schon am Steigen.
Und man hört allerlei Gemunkel
wenn Dinge sich dem Ende neigen …
Man redet übers Weltgeschehen
und was davon zu halten sei.
Es ist – wie oft – nicht einfach zu verstehen
und es ist fast vorbei.

In den Straßen wird es kälter.
Ich seh in den Häusern die Tannenbäume.
Es scheint, wir werden alle älter,
vermissen unsere Weihnachtsträume …
Die ersten Böller fliegen schon
an diesem Dienstag  kurz nach drei –
ein langgezogner, harrscher Ton –
und es ist fast vorbei.

Die Sonne ließ sich heut nicht blicken.
Ja, es ist wirklich viel passiert.
Und manche Tage rissen Lücken
in das, was sonst hat funktioniert …
Uns quälten ziemlich harte Zeiten.
Wir waren selten sorgenfrei.
Erlebten Trauer, Angst und Streiten –
doch es ist fast vorbei.

Es gab, trotz Dunkelheit, auch von den schönen Dingen –
wir sollten sie nicht übersehen!
Denn es gelang, so allerhand voranzubringen
um vor dem eignen Anspruch zu bestehen …
Ein Morgen kann ich heute schon erkennen –
nicht auszuschließen, dass es heller sei!
Will von den gestrigen Schatten mich trennen –
und es ist fast vorbei.

Zwischen Höhen und Tiefen fehlten die Mitten.
So war dies Jahr machmal schwer zu verkraften.
Wir haben gelächelt und haben gelitten
und verwundert gefragt auch, wie wir es schafften …
Es lohnt sich doch, den Blick nach vorn zu richten.
Ein neues Jahr beginnt und wir sind mit dabei.
Lass uns, was war, nicht übers Maß gewichten –
denn schau, es ist doch fast vorbei!

 

 

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