Schlussbemerkung

Jetzt ist es wieder mal soweit:
Im Nebel draußen fliegen Funken.
Der Jahresrückblick weiß Bescheid –
Die Welt ist beinah schon versunken!

So legen sie nun zu den Akten
Ein Jahr, das keinem sich erschloss
Gefühlt mangelte es ihm an Fakten –
Im Fühlen war es faktisch groß …

Wer wünscht die Zeiten zu verstehen,
Der fragt sich mit Erstaunen dann,
Warum so viele rückwärts gehen
Wo man doch vorwärts laufen kann?

Man wendet sich mit Schaudern ab
Von manchem was man liest und hört.
Denn Filterblasenluft wird knapp
Wenn zu viel Denken darin stört …

Vielleicht wurde das Jahr gehackt?
Wer weiß das schon so ganz genau?
Mir wurden Infos zugesteckt:
Der Himmel ist nicht wirklich blau …!

Das Jahr war seltsam, ohne Frage
Und alles andre als bequem.
Doch die beliebte Jammerklage
ist keine Hilfe beim Verstehn.

Der letzte Nachruf dieses Jahres
ist dann wohl der auf dieses Jahr
Gab es auch Gutes, Schönes, Wahres?
Echte Glücksmomente gar?

Abseits all der Meinungsmache
In meiner kleinen realen Welt
Gab es manche gute Sache
Ist das nicht auch etwas, was zählt?

Kleine Dinge, gut verborgen
leuchten in der Dunkelheit
Nimm sie auf, denn schau, schon morgen
steht ein neues Jahr bereit.

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Ein Kommentar zu “Schlussbemerkung

  1. sofasurfer sagt:

    Schön, wie Du diesem doch ziemlich furchtbaren Jahr (vor allem politisch betrachtet) noch ein Augenzwinkern abgewinnst. Ja natürlich, die kleinen (und auch größeren) Glücksmomente gab es – und wie wichtig sind die doch für uns alle. Danke Deliah 🙂

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