Zu Fuß

Ich bleib heut nicht stehen
und wart auf den Bus,
der im Stau nicht vorankommt –
Ich geh zu Fuß!

Heute lass ich den Wind
um die Nase mir wehen,
kann in Vorgärten gucken,
mich nach Katzen umdrehen.

Warum soll ich mich hetzen,
wenn ich nicht muss?
Ich hab es nicht eilig, denn:
Ich geh zu Fuß.

Rundum wachsen die Bäume
samt den Häusern der Stadt Weiterlesen

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Liebster Blog Award – 11 Fragen und keine Zeit, oder? Teil 2

Ich hab da immer noch ein Stöckchen liegen….
Eins, das mir Sebastian von Sebatian Meisels Gedankenspiele kurz vor Weihnachten (!!) zugeworfen hat.

Ach je, die Zeit… Wie hatte ich selber gerade geschrieben? Sie verschwindet ständig und wird nie gefunden 😉

Jetzt nehm ich sie mir einfach! Hier sind meine Antworten auf Sebastians Fragen:

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Liebster Blog Award – 11 Fragen und keine Zeit, oder? Teil 1

Ich hab da noch zwei Stöckchen liegen –
die sollen nun endlich weiter fliegen.
´S ist doch schon viel Zeit vergangen
seit ich die Stöckchen aufgefangen…
Was dafür wohl der Grund sein mag?
Nie Raum genug in einem Tag?
Die letzten Monate besehen
ist auf dem Blog nicht viel geschehen
In meinem Leben umso mehr –
zur Ruhe kommen fiel mir schwer.
Wohl deshalb schrieb ich selten nieder
was mich bewegte, immer wieder.
Dabei kann doch Schreiben so wunderbar sein…
… und mit dem Zeitproblem bin ich auch nicht allein.
Die Zeit scheint ständig zu verschwinden.
Nur selten scheint man Zeit zu finden.
Jetzt reicht’s – ich hab mich drangehangen,
bin alle Fragen durchgegangen
Und hab am Ende festgestellt,
dass mir das Fragespiel gefällt 😉

Vielen lieben Dank noch mal an meine Bloggerkollegen Lara von Pillangoblog und Sebastian von Sebastian Meisels Gedankenspiele für ihre Nominierungen und die interessanten Fragen!

Und hier sind (endlich!) meine Antworten, Weiterlesen

Im Raum

Ich stehe in der Mitte des Raumes. Es ist laut und rot und nach elf.
Ich stehe allein, aber es macht mir nichts aus. Alle reden gleichzeitig und ich kenne nur die Gastgeber.
Ich stehe alleine in der Mitte des Raumes, niemand tanzt, noch nicht und es ist gut so.
Jetzt gerade, so wie es ist, nach allem was war.
Es ist das Beste was ich tun konnte, heute Abend, hierher zu kommen. Weiterlesen

Das Licht ist tiefer

Das Licht ist tiefer
und die Zweige leichter,
zerbrechlich, wenn man sie erfasst
Im Land der Dächer
wirkt der Himmel bleicher
und wieder kommt die Zeit der Möwen in der Stadt.
Das Licht ist tiefer,
die Musik im Radio seichter –
es hat das Jahr, wie’s scheint, sich selber satt.
In vielem gleich
(für manche gleicher)
Wird auf den Abschluss zugerast.

Das Licht ist tiefer,
doch von leisem Strahlen.
Die Hausfassaden scheinen aufgehellt.
Die Wolken ziehen
und sammeln sich im Westen
in Richtung auf den Abend hin…
Das Licht ist tiefer –
Wenn ich könnte, würd ich’s malen –
Und ein Gedanke, seltsam, kommt mir in den Sinn:
Manch´ Dinge wandeln sich von selbst zum Besten,
wenn ihnen Zeit gewährt wird in der Welt.

Das Licht ist tiefer
Und ich kann es fühlen:
Es wärmt, auch wenn es kaum die Haut berührt.
Der Wind bricht auf und rüttelt an den Bäumen.
Er treibt das Jahr in Wirbeln vor sich her.
Das Licht ist tiefer –
Es gäb‘ viel zu wühlen
In dem was war und was nicht kam und mehr…
Der Herbstwind treibt Blätter von Ängsten und Träumen –
treibt fort, was war,
schafft Raum für das, was wird.

 

notiert, 14.November 2014

HerbstZeit zum Nachdenken

Blau, Gold und braungesprenkeltes Grün sind die Farben dieses Tages.
Man sieht keine Blumen mehr und dennoch erstaunlich viele Menschen.
Im Japanischen Garten: Ein Wasserlauf aus Stein.
Ich kann das Wasser noch riechen.
Ein paar Tage íst es wohl allenfalls her,
dass die Gärtner es ausgelassen haben.
Ein Park ist ein eigentümlicher Ort, wenn es fast schon November ist.

Aber der Tag ist licht und schön,
mit dem Job in der Agentur bin ich für heute fertig
und wenn mir kalt ist, kann ich ins Tropenhaus gehen… Weiterlesen

Immer in einem Moment

Es ist immer in einem Moment
der Helligkeit und der Wärme
wenn ein Herbst gewordener Sommer
sich auf den Tag legt,
sanft in Braun und Blau und
immer noch Grün.

Vielleicht wird er
morgen schon grau geworden sein vom Regen
und das Licht verschwinden am Ufer
aus einem viel zu kurzen Tag…
Vielleicht aber auch nicht.

Es ist immer nur einen Moment
alles im Licht.
Es ist
immer in einem Moment
alles was ist in der Welt.

Es ist immer in einem Moment
der Freude an dem Gelingen und Erreichen Weiterlesen

Nachmittag an der Elbe – (k)ein Stillleben

Allein in der Stille eines Nachmittags ist
alles, was ich höre:

Der Wind in den Bäumen am Ufer.
Ein Flugzeug. Sausen in der Luft,
von rechts nach links über die Elbe hinweg.
Ein Fahrrad, knirschend im Sand hinter mir.
Schiffsmotoren, leise tuckernd.
Eine Grille, Sommersirren zwischen den Sträuchern.
Vögel in scheinbarer Aufregung.
Ein Kind, das ruft von irgendwo: Mehr! Mehr!
Wieder ein Schiff. Größer und dumpfer im Klang.
Der Wind, ganz sacht. Hell und kurz.
Die Straße. Hintergrundrauschen, permanent.
Ein zweites Kind dazu.
Krähen. Flügelschlagen.
Ein Skateboard im Sand.
Ein Blatt vor mir auf dem Weg.
Ein Sportflugzeug und Stimmen in der Ferne.
Knackende Äste.
Wieder die Vögel.
Wieder die Straße.
Noch ein Schiff
und der Wind
und die Bäume am Ufer:

All dies ist
um mich und bleibt,
allein in der Stille eines Nachmittags,
alles, was ich höre.

notiert am 26. 08. 2014

Samstagmittag. Denkpause.

Hinter der Jalousie bleibt der Tag hörbar,
bleibt die Stadt (meine Stadt!) in Bewegung.
Der Himmel, das Licht und die Hitze aber sind ausgesperrt;
der Raum unverändert, ruhig, im Halbdunkel,
ein Rest von Nachtkühle darin eingeschlossen, hinübergerettet
wenigstens bis in den frühen Nachmittag.
Dann war die Sonne lange genug an den Fensterscheiben zugange, trotz Jalousie.

Da draußen ist Sommer.
Es ist sogar Samstag und Ferienzeit dazu (na und?).
Angeblich wollen alle hinaus und – ja – manchmal will ich das auch.
Aber heute, hier hinter der Jalousie, welche die Stadt unsichtbar macht,
bleibe ich drinnen.
Um es kurz und klar zu formulieren: Mir ist zu heiß. Weiterlesen

Stadtsommer, vormittags

Sobald das Licht die Dächer erreicht, beginnt der Tag zu gleißen.
Eine einzelne Wolke treibt durchs Bild,
unauffällig und in Auflösung begriffen.
In der Ferne ein Flugzeug im Landeanflug, lautlos, scheinbar,
bis das Geräusch der Motoren plötzlich irritiert.
Zwischen den Fassaden jagen die Schwalben,
vier, fünf, sieben Sommervögel.
Sie lassen die Häuser zu Felsklippen werden und die Straße zum Ozean. Weiterlesen