Dies Jahr

Es wird noch immer sehr früh dunkel,
obwohl die Tage schon am Steigen.
Und man hört allerlei Gemunkel
wenn Dinge sich dem Ende neigen …
Man redet übers Weltgeschehen
und was davon zu halten sei.
Es ist – wie oft – nicht einfach zu verstehen
und es ist fast vorbei.

In den Straßen wird es kälter. Weiterlesen

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Ein Jahr weiter…

… und immer noch ist er spürbar, der Zauber des Anfangs.

So könnte die Bilanz lauten nach meinen ersten 365 Tagen in der Blogosphäre.

Selbstverständlich hat sich viel getan. Die Welt hat sich weitergedreht und mich mitgenommen. Weiterlesen

Das Licht ist tiefer

Das Licht ist tiefer
und die Zweige leichter,
zerbrechlich, wenn man sie erfasst
Im Land der Dächer
wirkt der Himmel bleicher
und wieder kommt die Zeit der Möwen in der Stadt.
Das Licht ist tiefer,
die Musik im Radio seichter –
es hat das Jahr, wie’s scheint, sich selber satt.
In vielem gleich
(für manche gleicher)
Wird auf den Abschluss zugerast.

Das Licht ist tiefer,
doch von leisem Strahlen.
Die Hausfassaden scheinen aufgehellt.
Die Wolken ziehen
und sammeln sich im Westen
in Richtung auf den Abend hin…
Das Licht ist tiefer –
Wenn ich könnte, würd ich’s malen –
Und ein Gedanke, seltsam, kommt mir in den Sinn:
Manch´ Dinge wandeln sich von selbst zum Besten,
wenn ihnen Zeit gewährt wird in der Welt.

Das Licht ist tiefer
Und ich kann es fühlen:
Es wärmt, auch wenn es kaum die Haut berührt.
Der Wind bricht auf und rüttelt an den Bäumen.
Er treibt das Jahr in Wirbeln vor sich her.
Das Licht ist tiefer –
Es gäb‘ viel zu wühlen
In dem was war und was nicht kam und mehr…
Der Herbstwind treibt Blätter von Ängsten und Träumen –
treibt fort, was war,
schafft Raum für das, was wird.

 

notiert, 14.November 2014

HerbstZeit zum Nachdenken

Blau, Gold und braungesprenkeltes Grün sind die Farben dieses Tages.
Man sieht keine Blumen mehr und dennoch erstaunlich viele Menschen.
Im Japanischen Garten: Ein Wasserlauf aus Stein.
Ich kann das Wasser noch riechen.
Ein paar Tage íst es wohl allenfalls her,
dass die Gärtner es ausgelassen haben.
Ein Park ist ein eigentümlicher Ort, wenn es fast schon November ist.

Aber der Tag ist licht und schön,
mit dem Job in der Agentur bin ich für heute fertig
und wenn mir kalt ist, kann ich ins Tropenhaus gehen… Weiterlesen

Samstagmittag. Denkpause.

Hinter der Jalousie bleibt der Tag hörbar,
bleibt die Stadt (meine Stadt!) in Bewegung.
Der Himmel, das Licht und die Hitze aber sind ausgesperrt;
der Raum unverändert, ruhig, im Halbdunkel,
ein Rest von Nachtkühle darin eingeschlossen, hinübergerettet
wenigstens bis in den frühen Nachmittag.
Dann war die Sonne lange genug an den Fensterscheiben zugange, trotz Jalousie.

Da draußen ist Sommer.
Es ist sogar Samstag und Ferienzeit dazu (na und?).
Angeblich wollen alle hinaus und – ja – manchmal will ich das auch.
Aber heute, hier hinter der Jalousie, welche die Stadt unsichtbar macht,
bleibe ich drinnen.
Um es kurz und klar zu formulieren: Mir ist zu heiß. Weiterlesen

Möglichkeiten

Wir sind umgeben von Möglichkeiten.
Immerzu und auch dann, wenn wir denken,
es gäbe nichts zu entscheiden, weil alles bereits bestimmt sei.
Die Bestimmung geschieht mit jedem Schritt, den wir tun,
mit jedem Satz, den wir sagen oder schreiben
und sie geschieht immer vorübergehend.
Jedem Schritt und jedem Satz geht die Möglichkeit voraus,
etwas so oder vollkommen anders zu tun.
Und mit jeder Entscheidung legen wir
in einem Augenblick ein Stückweit Zukunft fest. Weiterlesen